Warum Sie JETZT anfangen sollten, Empfehlungen sichtbar zu machen.

Wann haben Sie das letzte Mal einen Service gekauft oder einen neuen Kollegen ins Team aufgenommen auf Grund einer Empfehlung?  Richtig, das ist gar nicht so lange her. Eigentlich machen wir es fast täglich. „Wo hast Du XY gekauft?“ Wie wurdest Du gut beraten zu XYZ ?“. Kennst Du jemanden, der in unser Team passen würde?

Warum aber fällt es vielen so schwer, dies auch im beruflichen Umfeld zu tun? Ist es eine Frage der Kultur oder eher eine Frage der inneren Haltung? Glauben wir, dass „man das nicht macht“?

Sicher gibt es viele „Ausreden“, warum man Kunden, Geschäftspartner oder ehemalige Kollegen nicht fragt. Was für Konsequenzen wird das in Zukunft für Ihre Karriere oder Ihre beruflichen Ziele haben?

Immer mehr Menschen wollen wissen, ob Sie bei Ihnen in den richtigen Händen sind. Wer, wenn nicht Ihre Kunden und Partner oder ehemalige Vorgesetzte könnten das am besten beurteilen? Jetzt heißt es über den eigenen Schatten zu springen und wirklich aktiv zu werden.

LinkedIn hat schon lange erkannt, wie wichtig Empfehlungen sind und bietet Ihnen die Möglichkeit, diese auf einfache Art zu geben und zu erbitten.  XING hat diesen wertvollen Profilbereich leider 2014 einfach abgeschaltet und seitdem sind in vielen Profilen völlig veraltete Referenzen zu sehen.

In Ihrem LinkedIn Profil werden die Empfehlungen prominent dargestellt und Sie haben die volle Kontrolle darüber (anders als auf Google). Es gibt also keinen Grund, diese Möglichkeit nicht auszuschöpfen.

Hier meine Tipps für Ihren online Reputationsaufbau:

  1. Geben Sie Geschäftspartnern, Kunden oder ehemaligen Vorgesetzen/Kollegen nach Beendigung des Projektes/Zusammenarbeit einfach eine kurze Empfehlung. Sie müssen vernetzt sein, ansonsten funktioniert es nicht!

  1. Vermeiden Sie Empfehlungen von aktuellen­­ Kollegen.
  2. Schreiben Sie die Empfehlungen in der „Sie Form“ und bleiben Sie in einem sachlichen Zusammenhang. Vermeiden Sie die Nennung von anderen Namen oder Marken.
  3. Wenn Ihre Empfehlung von Ihrem Kontakt zum Profil hinzugefügt wurde, (Sie können das einfach einen Tag später in seinem Profil prüfen), bitten Sie ihn um eine Referenz in Ihrem Profil.
  4. Referenzen sind in Ihrem Profil einsprachig sichtbar. Wenn Sie eher international arbeiten, macht es Sinn, diese in Englisch zu geben und anzufragen.

Masse statt Klasse?

Vielleicht haben Sie schon einmal ein Profil mit sehr vielen Referenzen gesehen und sich gewundert wie die Person dazu gekommen ist? Entweder hat der Profilinhaber wirklich über Jahre hinweg seriös Reputationsaufbau betrieben oder einfach nach einem Vortrag oder Webinar seine Zuhörer gebeten ihm mal schnell eine Empfehlung auszustellen. Um dies zu überprüfen müssten Sie allerdings die Referenzen genauer durchlesen. Leider wird hier manchmal „Missbrauch“ dieser so wichtigen Funktion betrieben, um vorzutäuschen, dass man schon ganz viele Kundenstimmen vorzuweisen hat. Eigentlich wäre dafür die Funktion „Kenntnisse & Fähigkeiten“ besser geeignet, hier bestätigen Netzwerkpartner kurz, dass eine Person die angegebenen Kenntnisse hat.

Wenn Sie selbst auf der Suche nach einem Fachexperten sind, sollten Sie sich die Mühe machen, die Referenzen genauer anzuschauen.

Verwaltung der eigenen Empfehlungen.

LinkedIn bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Empfehlungen zu verwalten. Wenn Sie Empfehlungen gegeben oder erhalten haben, können Sie diese nachträglich bearbeiten, löschen oder erhaltene Empfehlungen sichtbar und unsichtbar machen. Glauben Sie mir, kein Kunde oder Geschäftspartner würde Ihnen eine negative Empfehlung schreiben. Wenn er/sie nicht zufrieden war mit Ihrer Leistung, wird er eher gar keine Empfehlung schreiben als sich negativ darüber auf Ihrem Profil zu äußern.

Ich habe meine erste Empfehlung 2010 erhalten und seitdem keine negativen Erfahrungen damit gemacht. Sollte es dennoch passieren, könnten Sie diesen Text einfach ausblenden.

Next Action:

Vertrauen Sie auf Empfehlungen? Dann sollten Sie jetzt anfangen Ihre Stimmen einzusammeln und den Vertrauensaufbau zu Ihren virtuellen Besuchern zu aktivieren. Es kann Monate, sogar Jahre dauern, bis Sie einige schöne Empfehlungen gesammelt haben, es lohnt sich!

Es geht immer leichter, wenn Sie zuerst eine Empfehlung geben und dann um eine Empfehlung bitten. Vermeiden Sie mehrere Empfehlungen auf einmal zu geben oder anzufragen. Lieber nach und nach und gut dosiert. Das ist nachhaltig und seriös.

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