Verifizierung hinterfragt – Suchmaschinen & LinkedIn Artikel
🔍 Identitätsprüfung bei LinkedIn – wissen Sie wirklich, wer Ihre Daten erhält?
Ich möchte heute ein unliebsames Thema aufgreifen. In jeder meiner Schulungen wird dies mit den Teilnehmenden diskutiert und die meisten meiner Kunden, die keinen Zugriff auf eine E-Mail-Verifizierung über ein Unternehmen haben sind kritisch.
Diese Woche fand ich einen interessanten Artikel zum Thema „Verifizierung auf LinkedIn“, den ich hier gern kurz zusammenfasse (Quelle am Ende). Ich möchte damit keine Angst verbreiten, sondern Fakten teilen. Schlussendlich entscheiden immer Sie, an wen Sie welche Daten geben.
Hier die Fakten: Beim Klick auf „Verifizieren“ auf LinkedIn werden Ihre Daten nicht direkt von LinkedIn verarbeitet. Stattdessen werden Sie an ein externes Unternehmen weitergeleitet: Persona Identities, Inc. mit Sitz in San Francisco.
👉 LinkedIn ist hier lediglich Kunde – Ihre sensiblen Daten gehen an einen Drittanbieter.
Für eine wenige Minuten dauernde Verifizierung werden u. a. erfasst:
- Ausweisdaten inkl. vollständigem Dokument
- Selfie und biometrische Gesichtsmerkmale
- NFC-Chip-Daten Ihres Reisepasses
- Persönliche Informationen (Adresse, Telefonnummer etc.)
- Geräte- und Standortdaten
🔗 Darüber hinaus gleicht Persona Ihre Daten mit externen Quellen ab, etwa:
- Behörden und Melderegister
- Kreditauskunfteien
- Mobilfunk- und Versorgungsanbieter
⚠️ Die „biometrische Zeitbombe“: (Sie senden ein Selfie mit!)
Es geht nicht nur um Fotos. Aus Ihren Bildern wird eine mathematische Gesichtsgeometrie erstellt – ein eindeutiger biometrischer Identifikator. Anders als ein Passwort lässt sich Ihr Gesicht nicht ändern.
Diese Daten können:
- für KI-Training genutzt werden („berechtigte Interessen“)
- mit externen Datenquellen abgeglichen werden
- an zahlreiche (meist US- )Dienstleister weitergegeben werden
👉 Selbst Löschfristen sind relativ: Offiziell sollen Daten nach spätestens 6 Monaten gelöscht werden – außer gesetzliche Vorgaben (z. B. US-Verfahren) verlangen eine längere Speicherung.
👉 Und wenn etwas schiefgeht? Die Haftung ist auf 50 US-Dollar begrenzt. Streitfälle laufen über Schiedsverfahren – nicht vor Gericht.
💡 Wichtig: US-Gesetze wie der Cloud Act ermöglichen Behörden Zugriff auf Ihre Daten – unabhängig davon, ob diese in Europa gespeichert sind.
📌 Fazit: Für ein einfaches Verifizierungsabzeichen geben Sie hochsensible, biometrische Daten in ein globales Netzwerk weiter – mit begrenzter Kontrolle und Transparenz.
🛡️ Empfehlung: prüfen Sie, ob Sie sich über Ihr Unternehmen verifizieren können
Ein Häkchen ist nur Kosmetik. Ihre biometrischen Daten bleiben.
2. KI-Systeme greifen mittlerweile massiv auf LinkedIn-Inhalte zu.
Laut einer Analyse von „Profound“ aus März 2026 ist LinkedIn die am häufigsten zitierte Domain bei fachlichen Suchanfragen auf den wichtigsten KI-Suchplattformen.
Das hat eine klare Konsequenz für Ihr Business: Ihre Beiträge erscheinen nicht mehr nur im Feed. Sie beeinflussen direkt, wie Sie in Google-Suchen, LinkedIn-Suchen und vor allem in KI-generierten Antworten gefunden und zitiert werden.
Kurz gesagt: Sie können heute gleichzeitig über Google gefunden, auf LinkedIn entdeckt und von KI als Experte empfohlen werden – oder eben nicht.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr: „Veröffentlichen Sie regelmäßig?“ Sondern: „Sind Ihre Inhalte klar genug, damit LinkedIn und KI Sie eindeutig mit der Expertise verbinden, für die Sie bekannt sein wollen?“
Wenn Ihre letzten Beiträge zu allgemein, inkonsistent oder thematisch zu breit gestreut sind, fällt es LinkedIn schwer, Sie klar zuzuordnen. Und was LinkedIn nicht klar erkennt, zitieren KI-Systeme auch nicht.
Deshalb die einfache Reflexionsfrage:
Wenn heute jemand nach Ihrem Fachgebiet sucht – was würde LinkedIn aus Ihren letzten 10 Beiträgen über Sie lernen? Ein klares Kompetenzprofil? Die konkreten Probleme, die Sie lösen? Oder eher ein diffuses Bild?
Die gute Nachricht: Das Problem liegt fast nie an der Menge der Beiträge, sondern an der Klarheit.
Drei konkrete Handlungsschritte, die sofort Wirkung zeigen:
- Definieren Sie in einem Satz, für welche konkrete Aufgabe oder Herausforderung Sie die erste Wahl sein wollen.
- Richten Sie alle künftigen Beiträge konsequent auf diese Positionierung aus – mit klaren Beispielen, Ergebnissen und Ihrer persönlichen Handschrift.
- Schaffen Sie ein wiedererkennbares Muster, das LinkedIn und KI eindeutig mit Ihrem Namen verknüpfen.
Wer das konsequent umsetzt, steigert nicht nur die Sichtbarkeit, sondern baut nachhaltig Vertrauen und Autorität auf – genau das, was im B2B-Sales den Unterschied macht.
3. Wie gut laufen Ihre LinkedIn Artikel?
Sofern Sie das LinkedIn Artikel/Newsletter Format nutzen, gibt es eine schöne neue Statistik. Hier erfahren Sie, an wie viele Ihrer Follower Ihr Artikel/Newsletter ausgespielt wurde. Wie viele eine E-Mail erhalten haben und wie hoch die Öffnungsrate der gesendeten E-Mails war.
Was ich spannend finde, wenn ich in meine Analysen schaue, ist, das anscheinend nicht alle meiner Newsletter Abonnenten tatsächlich eine Benachrichtigungsmail erhalten. Das kann aus meiner Sicht 2 Gründe haben.
1. Der Abonnent hat die E-Mail-Benachrichtigungen zum Erhalt von Artikeln/Newslettern ausgeschaltet
2. LinkedIn spielt es nicht an alle Abonnenten aus
Mir bleibt nur die Spekulation – vielleicht beides?
Sollten Sie selbst dieses Format nutzen, schauen Sie doch mal in Ihre Beitragsanalysen. Gehen Sie auf Ihren letzten Newsletter/Artikel und öffnen Sie die Analysen. Dort sehen Sie (siehe Schaubild) wie Ihre Inhalte ausgespielt und angenommen wurden.
Sollten Sie sich wundern, warum Sie abonnierte Artikel/Newsletter nicht mehr per E-Mail-Ankündigung sehen, haben Sie es in den Einstellungen ausgeschaltet.
Hier der Link für Ihre Überprüfung: https://www.linkedin.com/mypreferences/d/notification-subcategories/newsletters
Ich kann nur hoffen, dass meine Vermutungen stimmen und die neue KI das Ausspielen der Artikel/Newsletter nicht beeinflusst….
Wie sind Ihre Erfahrungen?








